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Erzherzog Johann (1782-1859)
Erzherzog Johann
Der Schlosskeller

„Treu dem guten Alten, aber darum nicht minder empfänglich für das gute Neue“.

Erzherzog Johann, der große Freund der Steiermark und des Weines, setzte durch sein Wirken einen neuen Maßstab im steirischen Weinbau. Sein Bruder Kaiser Franz I begrüßte mit Freude die Gründung einer Landwirtschaftsgesellschaft für die Steiermark (heute Landwirtschaftskammer). Dadurch kam er auch mit dem Weinbau in der Gegend von Marburg (damals Untersteiermark) in Kontakt. In Pickern bei Marburg erwarb er sich ein Anwesen mit Weingarten, welches er zu einem Musterweingut mit nachhaltiger Wirkung entwickelte.

Da zuvor der Weinbau in der Steiermark nicht gut entwickelt war, begann Erzherzog Johann am Mustergut mit wissenschaftlichen Arbeiten, planmäßiger Kultur der Reben und Erprobung neuer Sorten. Er holte sogar einen Kellermeister aus dem Rheingau nach Marburg, um auch im Keller die Qualität zu verbessern.

Schon einige Jahrzehnte später erntete man die Früchte des intensiven Förderungsbestrebens. Das Bild hatte sich vollkommen gewandelt. Aus einem Land mit unrühmlicher Rebkultur war ein über die Grenzen der Monarchie hinausreichendes Zentrum wissenschaftlicher Beschäftigung mit dem Weinbau geworden.

Erzherzog Johanns Wirken in Pickern sowie später auch in Stainz hat dem Weinbau eine Entwicklung beschert, welche die Steiermark noch heute zu einem der führenden Anbaugebiete Europas zählen lässt.



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