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So entstehen Erzherzog Johann Weine
So entstehen Erzherzog Johann Weine
Weinkeller sub

Nach der Lese werden die Trauben im Presshaus des Betriebes von den Traubenstielen und Traubenkämmen getrennt, also "gerebelt" und danach "eingemaischt". Die Maische wird je nach Sorte und Maischetemperatur bis zu 24 Stunden stehen gelassen. Dieses "Anmaischen" wird durchgeführt, weil in den Zellschichten knapp unterhalb der Beerenhaut besonders viele Farb-, und Bukettstoffe enthalten sind. Im Anschluss daran wird abgepresst. Der abfließende Traubenmost wird danach durch einfaches Stehen lassen vorgeklärt. Im Zuge dieses Vorgangs werden die festen Bestandteile des Traubenmostes, das sind Kerne, Haupt- und Kammteile etc, vom Saftanteil entfernt. Der "vorgeklärte" Traubenmost kommt den Gärtank, in dem sofort die Gärung eingeleitet wird

Die Gärung
Bei der alkoholischen Gärung wird der Zucker der Trauben zu Alkohol verarbeitet. Dies erfolgt durch spezielle Hefepilze, die sich bei günstigen Temperaturen im Most rasch vermehren. Neben der Alkoholbildung kommt es zur Abgabe von Kohlensäure und Wärme. Nach 8 bis 14 Tagen ist der größte Teil des Zuckers vergoren. Ein sehr beliebtes Zwischenprodukt dieser Gärung ist in der Steiermark der "Sturm", der traditionellerweise zu gebratenen Kastanien getrunken wird.

Rotwein
Seine wunderschöne, satte Farbe verdankt der Rotwein ausschließlich den Beerenschalen, in denen der rote Farbstoff steckt. Damit die Schalen den Farbstoff abgeben können, lässt man bei der Rotweinbereitung die Maische in speziellen Behältern vergären und presst erst gegen Ende der Gärung ab. Im Gegensatz zu den Weißweinen, die heute überwiegend im Stahltank ausgebaut werden, lässt man Rotweine danach überwiegend im Holzfass reifen.

Jungwein
Nach abgeschlossener Gärung werden die Fässer aufgefüllt ("Raue Fülle"). Die abgestorbenen Hefen setzen sich nun mit Weinstein und anderen Trübstoffen am Fassboden ab, der Wein beginnt sich zu klären. Der klare Wein wird in ein anderes Fass umgezogen und somit vom "Geläger" getrennt. Der Jungwein muss nun je nach Sorte und Qualität verschieden lang im Fass lagern, um einen harmonischen Geschmack zu bekommen und um sein Bukett voll auszubauen. Während der "Reifezeit" wird der Wein vom Kellermeister ständig kontrolliert. Hat der Wein seinen geschmacklichen Höhepunkt erreicht, ist er "flaschenreif" und wird abgefüllt.

Flaschenfüllung
Nach der Flaschenfüllung soll der Wein ebenfalls gelagert werden. Dabei gilt der Grundsatz, je wertvoller ein Wein ist, desto mehr Zeit der Lagerung benötigt er. Es bestehen allerdings erhebliche Unterschiede je nach Sorte, Qualitätsstufe und Herkunft. Jeder Wein erlebt in dieser Zeit ein Stadium der Jugend, der Reife und des Alterns. In jungen Weinen haben sich Duft, Aroma und Würze noch nicht voll entwickelt, während reife Weine ihren ganzen Reichtum entfalten. Bei überreifen Weinen haben sich Duft- und Aromastoffe in die sogenannten "Firne" umgewandelt und haben daher etwas an Gehalt verloren.



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